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Lange Nacht der Forschung 2026

Live robotische Nierentransplantation

Chirurgie zum Anfassen: Wenn medizinische Forschung und technologischer Fortschritt greifbar werden

Bei der Langen Nacht der Forschung 2026 wurde der MedUni Campus erneut zu einem Ort des Austauschs, der Neugier und der Wissensvermittlung. Zahlreiche Besucher:innen aller Altersgruppen nutzten die Gelegenheit, medizinische Forschung dort zu erleben, wo sie täglich entsteht: an der Medizinischen Universität Wien und im Universitätsklinikum AKH Wien.

Auch die Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie des AKH Wien und der Medizinischen Universität Wien, vertreten durch die Klinische Abteilung für Viszeralchirurgie und die Klinische Abteilung für Transplantation, präsentierte eindrucksvoll, wie eng wissenschaftlicher Fortschritt, moderne Technologie und chirurgische Präzision miteinander verbunden sind. Unter der Organisation von  Felix Langer, gemeinsam mit Oliver Strobel, Leiter der Klinischen Abteilung für Viszeralchirurgie, und Robert Öllinger, Leiter der Klinischen Abteilung für Transplantation, wurde Chirurgie für ein breites Publikum verständlich und unmittelbar erfahrbar gemacht.

Die starke Präsenz der Chirurgie zeigte sich insbesondere am großen Andrang auf die angebotenen Hands-on-Stationen. Besucher:innen konnten an der minimal-invasiven Gummibärchen-Bergung selbst erproben, wie anspruchsvoll präzise Instrumentenführung auf engstem Raum ist. Auch die Bananen-Operationen boten einen anschaulichen Zugang zu grundlegenden chirurgischen Fertigkeiten und ließen vor allem bei den jüngeren Besucher:innen die Vorliebe für die Chirurgie aufkommen. Besonders großes Interesse galt insbesondere dem im Mittelpunkt stehenden Operationsroboter, dessen Bedienung und Einsatzmöglichkeiten aus nächster Nähe erlebt werden konnte. 

Der Höhepunkt des Abends war die Live-Übertragung einer robotischen Nierentransplantation in den großen Hörsaal, indem sich über hunderte von Zuschauer:innen auf den Rängen und bis auf die Hörsaaltreppen drängten um der Übertragung, den spannenden Vorträgen, den medizinischen Hintergründen, technischen Aspekten und der Bedeutung robotischer Verfahren in der modernen Chirurgie zu folgen.

Die Veranstaltung überzeugte dabei nicht nur durch die außergewöhnliche Demonstration chirurgischer Hochleistungsmedizin, sondern vor allem durch ihren interaktiven Charakter. Aus dem Publikum wurden zahlreiche fundierte und interessierte Fragen gestellt, welche in einem offenen Format von Jakob Eichelter als ausgewiesenen robotischen Chirurgen und Experten für robotische Nierentransplantation, während der Operation beantwortet und kommentiert werden konnten. Dadurch wurde die Operationsvorführung zu einem lebendigen Beispiel dafür, wie Forschung, klinische Praxis und Wissensvermittlung miteinander verschmelzen können.

Gerade diese direkte Verbindung zwischen Publikum und Expert:innen machte deutlich, welchen besonderen Wert Formate wie die Lange Nacht der Forschung haben. Komplexe medizinische Innovationen wurden nicht nur präsentiert, sondern verständlich erklärt und in einen größeren wissenschaftlichen Zusammenhang gestellt. Besucher:innen konnten erleben, wie Forschung den chirurgischen Alltag verändert und welchen Beitrag technologische Entwicklungen zur Weiterentwicklung der Patientenversorgung leisten.

Für die Chirurgie war dieser Abend ein eindrucksvolles Zeichen: Das Interesse an moderner operativer Medizin ist groß – und ebenso groß ist die Chance, wissenschaftlichen Fortschritt offen, anschaulich und nahbar zu vermitteln. Die Lange Nacht der Forschung zeigte damit einmal mehr, wie wichtig der Dialog zwischen Wissenschaft, Medizin und Öffentlichkeit ist.

 

Weitere Fotos und Eindrücke:

https://www.flickr.com/photos/meduniwien/albums/72177720333329246/with/55233725319