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Warteliste

Transplantation
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Lebertransplantation

Patientinnen und Patienten mit einer schweren Lebererkrankung, die für eine Lebertransplantation in Frage kommen werden auf eine Warteliste aufgenommen.

In Österreich und vielen europäischen Ländern erfolgt die Zuteilung der Spenderorgane über die internationale Organisation Eurotransplant. (www.eurotransplant.nl) Diese Organisation verwaltet zentral die Patientinnen und Patienten, die auf ein Organ warten und sorgt dafür, dass verfügbare Organe nach klaren medizinischen Kriterien transparent verteilt werden.

Die Reihenfolge auf der Warteliste richtet sich in erster Linie nach der medizinischen Dringlichkeit.

Dafür wird der sogenannte MELD Score verwendet. MELD steht für Model for End Stage Liver Disease. Dieser Wert wird aus bestimmten Blutwerten berechnet und kann zwischen 6 und 40 Punkten liegen. Ein höherer Wert bedeutet, dass das Risiko steigt, ohne Transplantation innerhalb der nächsten Monate zu versterben. Deshalb erhalten Patientinnen und Patienten mit einem hohen MELD Score in der Regel früher ein Organangebot.

Bei manchen Erkrankungen wird der MELD Score angepasst. Ein Beispiel ist das hepatozelluläre Karzinom, also ein Lebertumor. In solchen Fällen können zusätzliche Punkte vergeben werden, damit diese Patientinnen und Patienten rechtzeitig transplantiert werden können.

Neben der Dringlichkeit sind auch weitere Faktoren zu berücksichtigen. Wichtig sind vor allem die Blutgruppe sowie die körperliche Größe und das Gewicht. Diese Kriterien helfen dabei, eine möglichst passende Spenderleber für den jeweiligen Patienten zu finden. 

Die tatsächliche Wartezeit kann unterschiedlich sein. Sie hängt vor allem von der Schwere der Erkrankung und von der Verfügbarkeit geeigneter Spenderorgane ab. In vielen Transplantationszentren in Europa und den USA berichten Patientinnen und Patienten durchschnittlich von Wartezeiten um etwa ein Jahr, bei sehr dringlichen Fällen auch deutlich kürzer.

Während der Wartezeit werden die Patientinnen und Patienten etwa alle vier bis sechs Wochen regelmäßig kontrolliert. Dabei wird der Gesundheitszustand überprüft und der MELD Score neu berechnet. So kann sichergestellt werden, dass diejenigen mit der größten Dringlichkeit möglichst rasch ein geeignetes Organ erhalten.

Nierentransplantation

Patientinnen mit chronischer Nierenerkrankung und terminalem Nierenversagen werden von unseren Kolleg:innen der Nephrologie am AKH und in den externen Dialyseeinrichtungen in Richtung Nierentransplantation evaluiert. 

Ergibt sich keine Kontraindikation zur Nierentransplantation, werden alle Patient:innen auf die Eurotransplant Warteliste aufgenommen und sammeln Punkte. 
Die Reihung hängt mitunter von der Wartezeit, der Blutgruppe, dem Alter, dem Immunologischen Risiko und von geographischen Faktoren ab. 

Derzeit beträgt die Wartezeit auf eine Niere in Österreich zwischen zwei und vier Jahren. Hier liegt der große Vorteil der Nierenlebendspende, das diese auch schon vor Dialysebeginn durchgeführt werden kann, vorausgesetzt es gibt eine/n Lebendspender:in. 

Wenn Sie Fragen zur Warteliste haben oder eine Patientin oder einen Patienten für eine Lebertransplantation vorstellen möchten, kontaktieren Sie unser Transplantationszentrum unter 

Meldung von Organspendern und Notfälle

24h Hotline

Transplantkoordination
Terminvereinbarung für Vorstellungen in der Transplantationsambulanz
(Leber-/Nierentransplantation)
Wartelistenmanagement: Mo–Fr 8:30–15:30 Uhr

Tel.: +43 (0)1 40400-40000

post_akh_chi_transplant@akhwien.at

Ebene 9D, Raum 9D.05.12

Georg Györi | © MedUni Wien/feelimage

Ap. Prof. Priv.-Doz. Dr. Georg GYÖRI

Stv. Leiter der Abteilung für Transplantation
georg.gyoeri@meduniwien.ac.at